Kurbl+

Gesundheit und Sicherheit

Stand: 20. August 2026

Kurbl steuert ein Sportgerät, an dem du dich körperlich belastest. Bitte lies diese Hinweise vor der ersten Fahrt. Sie sind kein Kleingedrucktes, sondern die Voraussetzung dafür, dass du sicher fährst.

1. Kein Medizinprodukt, keine medizinische Beratung

Kurbl ist ein Spiel und ein Trainingswerkzeug. Die App ist kein Medizinprodukt. Sie stellt keine Diagnose, überwacht deinen Gesundheitszustand nicht und erkennt keine gesundheitlichen Notlagen. Angezeigte Werte wie Leistung, Trittfrequenz, Geschwindigkeit oder Herzfrequenz dienen der Orientierung beim Training und sind nicht für medizinische Zwecke bestimmt. Die Anzeige einer Herzfrequenz bedeutet ausdrücklich keine Überwachung deines Herzens. Auch wenn du Fahrten nach Apple Health oder Health Connect überträgst, ändert das daran nichts.

2. Vor dem Training ärztlich abklären

Sprich vor Beginn eines Trainings mit einer Ärztin oder einem Arzt, insbesondere wenn du länger nicht sportlich aktiv warst, Vorerkrankungen hast (etwa am Herz-Kreislauf-System, am Bewegungsapparat oder an den Atemwegen), schwanger bist, Medikamente einnimmst oder unter 18 Jahre alt bist. Das gilt besonders für intensive Einheiten wie den Rampentest oder harte Intervalle.

3. Brich ab, wenn dein Körper es sagt

Beende das Training sofort und hole ärztlichen Rat ein bei Schmerzen in der Brust, Druck- oder Engegefühl, Atemnot, Schwindel, Übelkeit, Herzstolpern, Sehstörungen oder ungewöhnlicher Erschöpfung. Kein Intervall und kein Spielziel ist es wert, über ein solches Signal hinwegzugehen. Die App fordert dich zu keinem Zeitpunkt auf, gegen dein Körpergefühl weiterzufahren, und du kannst jede Einheit jederzeit unterbrechen oder beenden. Im Rampentest ist der Ausstiegsknopf durchgehend sichtbar und fragt nicht nach: Aufhören ist dort das Ergebnis, nicht das Scheitern.

4. Einheiten, Kurse und der Rampentest

Die in der App enthaltenen Einheiten, Kurse und der Rampentest beruhen auf allgemein verbreiteten Trainingsschemata. Sie sind allgemeine Vorschläge und kein auf dich persönlich abgestimmter Trainings- oder Therapieplan. Sie berücksichtigen deinen Gesundheitszustand nicht, weil die App ihn nicht kennt. Passe Umfang und Intensität deinem eigenen Empfinden an, und ziehe für eine individuelle Trainingssteuerung eine qualifizierte Trainerin oder einen qualifizierten Trainer hinzu.

Der Rampentest führt dich bewusst bis zum Abbruch. Fahre ihn nur ausgeruht, nicht am Ende eines harten Tages und nicht, wenn du dich krank fühlst. Sorge dafür, dass jemand in der Nähe ist oder du dich melden kannst, wenn dir etwas passiert.

5. Die App verändert den Widerstand deines Trainers

Kurbl steuert deinen Smart Trainer. Der Tretwiderstand ändert sich dabei, teils deutlich und teils plötzlich, etwa beim Beginn eines Intervalls, an einer steilen Rampe, beim Gangwechsel oder wenn eine Verbindung abbricht und das Gerät in seinen Ausgangszustand zurückfällt. Rechne jederzeit damit. Fahre in den ersten Minuten bewusst vorsichtig, bis du das Verhalten deines Geräts mit der App kennst.

Kurbl kündigt eine kommende Steigung durch ein Schild an der Straße an. Verlass dich darauf nicht allein. Ein Schild kann übersehen werden, und bei einer selbst importierten Strecke kann eine Steigung härter ausfallen, als sie auf dem Bildschirm aussieht.

Im Modus mit fester Zielleistung, oft ERG-Modus genannt, regelt der Trainer den Widerstand nach, wenn deine Trittfrequenz sinkt. Wirst du langsamer, wird es schwerer, und dadurch wirst du noch langsamer. Wenn du in diese Lage gerätst, tritt nicht dagegen an, sondern beende die Zielvorgabe in der App oder höre auf zu treten.

Beim Beenden einer Fahrt gibt Kurbl die Steuerung wieder frei. Bricht die App oder das Telefon vorher ab, kann dein Trainer auf der zuletzt gesendeten Vorgabe stehen bleiben. Steig in diesem Fall vorsichtig ab und setze das Gerät nach der Anleitung des Herstellers zurück.

6. Wenn deine Watt geschätzt sind

Nicht jeder Aufbau misst Leistung. Hast du nur einen Trittfrequenzsensor, rechnet Kurbl aus deiner Trittfrequenz und deiner eigenen Angabe eine Leistung. Hast du gar kein sendendes Gerät, gibt die App im manuellen Modus eine Wattzahl vor, und du stellst den Widerstand von Hand ein. In beiden Fällen kennzeichnet die App die Zahl als geschätzt.

Das ist für den Spielspaß völlig ausreichend und für die Dosierung deiner Anstrengung ausdrücklich nicht. Eine geschätzte Zahl kann deutlich neben deiner tatsächlichen Belastung liegen, in beide Richtungen. Richte dich in diesen Fällen nach deinem Körpergefühl, nach deiner Atmung und, falls du einen Gurt trägst, nach deinem Puls, nicht nach der Wattzahl auf dem Bildschirm. Dasselbe gilt für die Bezugsleistung: Solange du nichts angegeben und keinen Rampentest gefahren bist, rechnet die App mit einem Standardwert, der nichts über dich weiß.

7. Eigene Strecken aus GPX-Dateien

Fährst du eine selbst importierte Strecke, kommen die Steigungen aus dieser Datei und nicht aus einem Training, das jemand für den Innenraum entworfen hat. Eine echte Straße kann Abschnitte enthalten, die im Zimmer deutlich härter sind als draußen, weil dir der Schwung, das Ausweichen und der Fahrtwind fehlen. Höhenangaben in GPX-Dateien sind außerdem oft ungenau und können kurze, sehr steile Sprünge enthalten, die es in Wirklichkeit nicht gibt.

Sieh dir das Höhenprofil vor der Fahrt an, beginne mit einer moderaten Strecke, und schalte rechtzeitig herunter, statt eine Rampe im Wiegetritt zu erzwingen.

8. Aufbau und Umgebung

9. Deine Verantwortung

Der sichere Aufbau des Geräts, die Einschätzung deiner eigenen Belastbarkeit und die Entscheidung, ein Training zu beginnen, fortzusetzen oder abzubrechen, liegen bei dir. Zu unserer Haftung findest du die Regelungen in den Nutzungsbedingungen. Unsere Haftung für Schäden aus der Verletzung des Lebens, des Körpers oder der Gesundheit bleibt davon unberührt und wird durch diese Hinweise nicht eingeschränkt.